Reitbeteiligung

Meine Erfahrungen:

Ich habe meine Reitbeteiligung in der Zeitschrift Cavallo gefunden. Zufälligerweise fand ich dort eine Vorwahl, die hier in der Nähe lag. Nach einem Anruf und einem Treffen stand sehr schnell fest, dass wir drei (Pferd, Besitzerin und ich) gut zusammen passten. Dabei war nicht nur der Ausbildungsstand des Pferdes, sondern auch die Haltung ausschlaggebend. Aber ganz wichtig war, dass wir uns einfach sympathisch waren. Ich war nicht der Traum aller Pferdebesitzer (wenig Ausbildung, großes Gewicht), aber ich bin zuverlässig und vor allem alt genug ;-). Die achtjährige Stute, sensibel, auf Hackamore geritten und in Offenstallhaltung ist sicherlich nicht jedermanns Traumpferd, aber unheimlich geduldig mit mir. Die Besitzerin, 19 Jahre jung, Schule gerade fertig und für alle Reitweisen offen. Am liebsten reitet sie "Freestyle" meinte sie damals. Alles passte und es ist immer noch eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit und Freundschaft.

Delight April 2006 Delight Reiten Jul 2006

Meine Tipps:

Reitbeteiligungen gibt es nicht so häufig. Es lohnt sich auch eine Suchanzeige aufzusetzen. Wo? Hinweise dazu in der linksammlung

Ungefähre Vorstellungen sollte man schon haben, aber bei einer Reitbeteiligung muss man auch Abstriche machen. Wenn man schon eine gut gerittene Stute mitreiten kann, dann hat man in der Farbe und Rasse nicht so viel Auswahl.

Eigene Fähigkeiten reell einschätzen. Wenn jemand eine Reitbeteiligung mit sehr guten Reitkenntnissen sucht, dann sollte man sich seiner Fähigkeiten schon sicher sein. Erst angeben und dann mit dem Pferd nicht klar kommen hilft niemandem, vor allem dem Pferd nicht.

Vorsicht bei unterschiedlichen Ansichten über Haltung, Fütterung, Ausrüstung und ähnlichem. Jemand wie ich, der Robustpferde und einen "irgendwas"-Sattel mit abgerissenem Gurtstrupfen gut haben kann, der wäre mit einem Dressurpferd in Boxenhaltung, das vor dem Reiten Bandagen bekommt, sehr unglücklich.

Nicht nur das Pferd ist wichtig. Die Chemie zwischen Besitzer und Reitbeteiligung muss auch stimmen. Besonders gut ist es, wenn die Vorstellungen von Reiten und Pferdehaltung übereinstimmen.

Obwohl wir sehr gut zusammen passen, habe ich über einige Dinge, die die Besitzerin macht, eine andere Ansicht. Nichts davon ist so gravierend, dass es einen Streit auslöst. Manches haben wir beredet, manches mache ich so, wie sie es wünscht. Obwohl ich sehr viel Freiheit habe, was ich mit dem Pferd machen möchte, so ist eben doch nicht alles möglich. Wir haben einen Reitbeteiligungsvertrag abgeschlossen, der 3x Reiten die Woche vorsieht. Das ist bei dem Preis von 50 Euro im Monat in Ordnung und ortsüblich. Ich melde es rechtzeitig, oft reicht ein Tag vorher, an. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass es fast immer die gleichen Tage sind, an denen ich reite. Wenn die Besitzerin da ist, dann gibt sie mir auch häufig noch Unterricht oder wir machen einen gemeinsamen Ausritt.

Insgesamt haben wir viel Spaß zusammen. Sie ist immer dabei, wenn wir uns Pferde ansehen und darf immer zuerst Probe reiten. Inzwischen unterrichtet sie auch meinen Mann und er stellt unser neues Pferd Falcon erstmal bei ihr unter. Die Beiden brauchen nämlich noch eine Weile gemeinsam Unterricht, bevor alles gefahrlos klappt.

mailt mir unter: Pferdtinki.de